Fürther Demokratie-Tafel am Freitag 3. Juni 2016

demokratietafel_front„Demokratie leben“ ist das Folgeprogramm des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“. Es gibt auf lokaler Ebene eine Förderung von Euro 24.000,- für sog. Mikroprojekte und Euro 6.000,- für Projekte Jugendlicher, den sog. Jugendfond. Inhaltlich zielt dieses neue Programm jedoch in die gleiche Richtung wie das alte. Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit sind dauerhafte Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft. Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, die Herausforderungen durch Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit, Antiziganismus, Ultranationalismus, Homophobie, gewaltbereiter Salafismus bzw. Dschihadismus und andere Bereiche zeigen die Vielzahl demokratie- und menschenfeindlicher Phänomene. Um ihnen kraftvoll entgegenzutreten, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Staat und Zivilgesellschaft. Maßnahmen und Aktivitäten, die solchen menschenverachtenden Tendenzen entgegen wirken, können auf kommunaler Ebene im Rahmen eines Fürther lokalen Aktionsplans gefördert werden.

bemokratietafel_back„Demokratie leben“ will noch einen Schritt weiter gehen, denn neben der Projektförderung soll deutlich gemacht werden, welche Vielfalt an demokratischen und antirassistischen Aktivitäten und Angeboten in Fürth bereits laufen. Durch die „Fürther Partnerschaft für Demokratie“ möchten wir diese Akteure stärker miteinander verbinden. Durch eine konkrete Förderung des Bundes sollen lokale „Partnerschaften für Demokratie“ aufgebaut werden, um die Akteure in den Kommunen besser zu unterstützen, um sich gegen Demokratiefeindlichkeit zu engagieren. Unsere Demokratietafel soll dazu beitragen, gemeinsam zu überlegen, ob es auch in Fürth eine „Partnerschaft für Demokratie“ geben kann und wie diese gestaltet sein könnte.

 

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Die Fürther Partnerschaft für Demokratie auf dem Weg ins zweite Jahr

Im Jahr 2015 konnte die neugegründete Fürther Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch zahlreiche Kooperationen mit Vereinen, Jugendhäusern und Bündnissen mehr als ein Dutzend Projekte gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit fördern. Gerade im zweiten Halbjahr wurden zudem einige erfolgreiche Projekte im Bereich der Willkommenskultur umgesetzt.

Ende November veranstaltete die Fürther Partnerschaft für Demokratie zusammen mit der Stadt Fürth und dem Stadtjugendring eine Demokratiekonferenz im Landratsamt. Dabei standen zum einen der Umgang mit dem erstarkenden Rechtspopulismus und rechtsextremistischen Erscheinungsformen im Internet und den sozialen Medien im Mittelpunkt. Zum anderen informierten Mitarbeiterinnen der Caritas über die Bedingungen der Flüchtlingshilfe und des ehrenamtlichen Engagements in Bezug auf Flüchtlinge in Fürth. Außerdem gab es einen Workshop zum Thema der interkulturellen Kompetenz. Bei der Konferenz wurde besprochen, dass sich die Fürther Partnerschaft für Demokratie (FPfD) auch 2016 mit diesen Themen beschäftigen wird. Zudem ist es das Ziel die FPfD bekannter zu machen sowie auf breitere Füße zu stellen.

Ebenfalls 2015 wurde der Jugendbeirat „abgeklärt – Fürther Jugendbeirat für politische Einmischung“ gegründet, in dem sich Jugendliche für ihre Interessen einsetzen können und dazu einen Aktionsfond an die Hand bekommen über dessen Vergabe sie selbst entscheiden können. Auch der Jugendbeirat hat das Interesse 2016 zu wachsen und sich bei Jugendlichen als feste Instanz zu etablieren.

Während wir noch mit der Abrechnung der Projekte von 2015 beschäftigt sind, gibt es bereits jetzt die Möglichkeit Projektanträge für 2016 zu stellen. Wir freuen uns auf neue Kooperationen und spannende Projekte für ein weltoffenes Fürth.

 

Fürther Partnerschaft für Demokratie

Im März 2015 fand Demokratiewerkstattdie erste Fürther Demokratiekonferenz statt. Diese bildete den Startschuss für den Aufbau einer „Fürther Partnerschaft für Demokratie“, welche vom Fürther Stadtjugendring entwickelt wird. Unterstützt durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sollen lokale Akteure in ihren Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit gefördert und zusammengebracht werden.

Durch das Programm und die Fürther Partnerschaft für Demokratie sollen Radikalisierungsprozessen insbesondere in folgenden Bereichen präventiv entgegengetreten werden:

  • Rechtsextremismus,
  • Ultranationalismus,
  • gewaltorientierte islamistische, salafistische Phänomene
  • sowie gewaltorientierte und demokratiefeindliche
    Erscheinungsformen von Militanz

Ziele der Fürther Partnerschaft für Demokratie sind unter anderem:

  • Handlungskonzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt
    entwickeln und umsetzen.
  • Verantwortlichen aus der kommunalen Politik und Verwaltung und
    Aktive aus der Zivilgesellschaft zusammen bringen.
  • Anhand der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen eine
    gemeinsame Strategie für die Stadt Fürth entwickeln.

Zur Umsetzung des Programms in Fürth stehen folgende Instrumente zur Verfügung:

  • Ein Aktions- und Initiativfonds zur Finanzierung von Aktivitäten
    wie z. B. ein Demokratiefest, Projekttage, eine Plakataktion u. ä.
  • Die Einrichtung einer Koordinierungs- und Fachstelle, für die
    Förderung von Partizipation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit, die beim Fürther Stadtjugendring angesiedelt ist
  • Ein Jugendfonds, der die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern
    und Jugendlichen in einem Jugendbeirat stärkt

Stadt Fürth

Jugendarbeit der Stadt Fürth

Stadtjugendring Fürth