
Am 17. Oktober 2026 präsentierte die Theatergruppe „Interbühne“ in Fürth das Theaterstück „Wenn wir aufwachen“. Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Das Drehbuch stammt von Larisa T., Regie führte Evgenii V.
Im Mittelpunkt des Stücks stand ein ungewöhnliches soziales Experiment, bei dem acht Menschen mit ihren persönlichen Ängsten, Konflikten und Lebensentscheidungen konfrontiert wurden. Die Figuren mussten sich mit Fragen nach Freiheit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung auseinandersetzen. Dabei wurden Themen wie Zivilcourage, der Umgang mit persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen sowie der Mut, die eigene Meinung zu vertreten, aufgegriffen.
Die Inszenierung stellte eine Verbindung zwischen individuellen Lebensgeschichten und grundlegenden Fragen des demokratischen Zusammenlebens her. Sie verdeutlichte, dass Demokratie weit mehr bedeutet als die Teilnahme an Wahlen. Sie lebt davon, dass Menschen ihre Stimme nutzen, unterschiedliche Meinungen respektieren, Verantwortung übernehmen und sich aktiv in die Gesellschaft einbringen. Das Stück ermutigte dazu, eigene Überzeugungen kritisch zu hinterfragen, Missstände nicht einfach hinzunehmen und Veränderungen aktiv mitzugestalten.
Damit leistete das Projekt einen Beitrag zu den Zielen der Fürther Partnerschaft für Demokratie. Insbesondere die Förderung demokratischer Werte, die Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe und die Anerkennung unterschiedlicher Perspektiven wurden künstlerisch aufgegriffen und erlebbar gemacht. Gleichzeitig bot die Aufführung einen niedrigschwelligen Zugang zu gesellschaftspolitischen Themen und schuf Anlässe für persönliche Reflexion und Austausch.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die interkulturelle Arbeit der Theatergruppe „Interbühne“. Sie ermöglicht Menschen unterschiedlicher sprachlicher und kultureller Hintergründe, die deutsche Sprache kreativ anzuwenden und die Gesellschaft, in der sie leben, besser kennenzulernen. Die gemeinsame Theaterarbeit stärkt Sprachkompetenz, Selbstvertrauen, Ausdrucksfähigkeit und gegenseitiges Verständnis. Sie fördert Begegnungen und trägt dazu bei, Vielfalt als Bereicherung wahrzunehmen.
Die Aufführung wurde vom Publikum sehr positiv aufgenommen. Besonders hervorgehoben wurden die tiefgründige Thematik und die Denkanstöße, die das Stück vermittelte. Die Inszenierung gab keine fertigen Antworten vor, sondern regte dazu an, die Entscheidungen der Figuren zu hinterfragen und Bezüge zum eigenen Leben herzustellen.
Die nachhaltige Wirkung des Projekts liegt darin, dass demokratische Werte nicht nur theoretisch vermittelt, sondern durch Kunst und persönliche Erfahrungen erfahrbar gemacht wurden. Die gewonnenen Impulse können über den Theaterabend hinauswirken und die Bereitschaft stärken, Verantwortung zu übernehmen, unterschiedliche Lebensentwürfe zu respektieren und sich aktiv für ein offenes, vielfältiges und demokratisches Zusammenleben einzusetzen.










