Projektbericht
1. Projektzeitraum und Durchführung
Das Projekt „United We Dance“ wurde im Zeitraum vom 01.05.2026 bis 26.07.2026 durchgeführt. Die Kernphase des Projekts lag im Juli 2026. Ziel war es, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unterschiedlicher sozialer, kultureller und bildungsbezogener Hintergründe über die niedrigschwellige Jugendkultur HipHop zusammenzubringen, Begegnung zu ermöglichen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Im Rahmen des Projekts fanden im Jugendkulturhaus OTTO am 03.07.2026 ein Get-Together sowie am 05.07.2026 und 19.07.2026 Workshops statt. Höhepunkt des Projekts war der Open Air Dance Contest am 11.07.2026 im Fürther Lindenhain.
Die geplanten Maßnahmen konnten im Juli 2026 wie vorgesehen umgesetzt werden:
- 03.07.2026: Get-Together im Jugendkulturhaus OTTO
- 05.07.2026: Workshop
- 11.07.2026: Open Air Dance Contest im Fürther Lindenhain
- 19.07.2026: Workshop
2. Zielgruppen und Kooperationen
Durch die Zusammenarbeit von con-action, S.K.A. Mit e.V., Tanzschulen, Jugendhäusern, Vereinen sowie lokalen Akteurinnen und Akteuren der HipHop- und Streetdance-Szene konnten zahlreiche junge Menschen mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und bildungsbezogenen Hintergründen erreicht werden.
Besonders angesprochen wurden junge Geflüchtete sowie Mitglieder der Sinti- und Roma-Community. Über den RDK e.V. konnten unter anderem zahlreiche junge Menschen mit Fluchtgeschichte erreicht werden. Darunter befanden sich Jugendliche aus der Ukraine, Syrien und Afghanistan.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die integrative Wirkung des Projekts war die selbstverständliche Zusammenarbeit von Jugendlichen aus der Ukraine mit Trainer*innen russischer Herkunft. Im Mittelpunkt standen der gemeinsame Tanz, die kreative Zusammenarbeit und der gegenseitige Respekt. Herkunft und individuelle Lebensrealitäten traten dabei in den Hintergrund.
HipHop erwies sich als niedrigschwellige Jugendkultur als besonders geeigneter Zugang, um junge Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem sozialen Hintergrund oder ihren bisherigen Erfahrungen miteinander in Kontakt zu bringen.
3. Projektziele und Zielerreichung
Die im Projektantrag formulierten Ziele wurden vollständig erreicht.
Ein zentrales Ziel war es, mindestens 300 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu erreichen. Mit insgesamt 589 Teilnehmenden wurde dieser Zielwert deutlich übertroffen.
Die Teilnehmendenzahlen verteilten sich wie folgt:
| Veranstaltung | Teilnehmende |
|---|---|
| Workshops | 19 |
| Get-Together | 39 |
| Open Air Dance Contest | 531 |
| Gesamt | 589 |
Die Teilnahme wurde bei allen vier Projektveranstaltungen erfasst. Die ursprünglich geplante Teilnehmendenzahl wurde damit um nahezu das Doppelte übertroffen.
Das Projekt erreichte insbesondere auch junge Menschen aus marginalisierten Gruppen. Dazu gehörten Geflüchtete aus der Ukraine, Syrien und Afghanistan sowie Mitglieder der Sinti- und Roma-Community. Damit leistete das Projekt einen wichtigen Beitrag zu Begegnung, Integration und gesellschaftlicher Teilhabe.
4. Workshops und aktive Beteiligung
Die Workshops richteten sich insbesondere an Anfänger*innen und vermittelten grundlegende Techniken und Fähigkeiten. Unter Anleitung einer erfahrenen Sportlerin wurden unter anderem Grundlagen in den Bereichen Kraft, Balance und Körperkontrolle vermittelt.
Die Trainings fanden in Vereinen, Tanzstudios und Jugendhäusern statt und wurden von den Teilnehmenden sehr gut angenommen.
Das Open-Air-Event bot den jungen Menschen gleichzeitig ein konkretes Ziel, auf das sie über mehrere Wochen hinarbeiten konnten. Die Teilnehmenden entwickelten eigene Choreografien und stellten eigenständig Musikmischungen zusammen. Dadurch wurden nicht nur tänzerische Fähigkeiten, sondern auch Kreativität, Selbstorganisation, Teamarbeit und Eigenverantwortung gefördert.
Die hohe Nachfrage zeigte sich bereits zu Beginn der Anmeldephase: Die ersten beiden der insgesamt sieben Wettbewerbskategorien waren bereits zwei Tage nach Anmeldebeginn ausgebucht.
5. Open Air Dance Contest
Der Open Air Dance Contest am 11.07.2026 im Fürther Lindenhain bildete den Höhepunkt des Projekts. Das Event wurde durch ein erfahrenes Organisationsteam mit jahrzehntelanger Veranstaltungserfahrung erfolgreich umgesetzt.
Insgesamt nahmen 531 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit selbst entwickelten Choreografien und selbst erstellten Musikmischungen am Wettbewerb teil.
Eine fünfköpfige Fachjury bewertete insgesamt 81 Darbietungen in sieben verschiedenen Kategorien. Die Vielzahl und Eigenständigkeit der Beiträge verdeutlichte die aktive Beteiligung der jungen Menschen und die hohe Motivation der Teilnehmenden.
Der Wettbewerb machte die Ergebnisse der vorangegangenen Trainings- und Vorbereitungsphase sichtbar und schuf zugleich einen öffentlichen Raum, in dem junge Menschen ihre Fähigkeiten präsentieren, Anerkennung erfahren und miteinander in Austausch treten konnten.
6. Projektorganisation und Kooperation
Die Projektkoordination und Durchführung erfolgte durch con-action. Als Kooperationspartner unterstützte S.K.A. Mit e.V. das Projekt.
Die beteiligten Tanzschulen, Jugendhäuser, Vereine und Trainer*innen übernahmen eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Gruppen auf den Wettbewerb und ermöglichten dadurch die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen.
Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen der HipHop- und Streetdance-Szene trug wesentlich dazu bei, das Projekt in unterschiedlichen sozialen Räumen zu verankern und eine vielfältige Gruppe junger Menschen zu erreichen.
7. Wirkung und Nachhaltigkeit
Das Projekt zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial HipHop und Streetdance als Instrumente der Begegnung und gesellschaftlichen Teilhabe besitzen. Durch das gemeinsame Tanzen entstanden Räume, in denen junge Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensrealitäten selbstverständlich miteinander arbeiten und voneinander lernen konnten.
Neben der Vermittlung tänzerischer und körperlicher Fähigkeiten standen daher insbesondere Respekt, Begegnung, Gemeinschaft, Kreativität und Selbstwirksamkeit im Mittelpunkt.
Das Zusammenspiel aus Workshops, gemeinsamer Vorbereitung und dem abschließenden Wettbewerb erwies sich als besonders wirkungsvoll. Die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum aktiv einzubringen und ihre eigenen Ideen in Form von Choreografien und Musikmischungen umzusetzen.
8. Fazit
„United We Dance“ war ein sehr erfolgreiches Projekt, das die gesetzten Ziele vollständig erreicht und hinsichtlich der Teilnehmendenzahl deutlich übertroffen hat. Mit insgesamt 589 Teilnehmenden konnte der Zielwert von mindestens 300 Personen nahezu verdoppelt werden.
Besonders hervorzuheben ist die große Vielfalt der erreichten Zielgruppen. Junge Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensrealitäten, darunter Geflüchtete aus verschiedenen Ländern sowie Mitglieder der Sinti- und Roma-Community, kamen über die gemeinsame Begeisterung für HipHop und Streetdance zusammen.
Die erfolgreiche Durchführung des Get-Togethers, der Workshops und des Open Air Dance Contests sowie die hohe Beteiligung am Wettbewerb bestätigen die große Attraktivität des Angebots. Das Projekt hat Begegnung ermöglicht, gegenseitigen Respekt gefördert und jungen Menschen einen Raum für kreative Entfaltung, aktive Mitgestaltung und gesellschaftliche Teilhabe eröffnet.
Mit seiner Verbindung aus niedrigschwelligem Zugang, sportlicher und kreativer Aktivität, interkultureller Begegnung und öffentlicher Präsentation hat „United We Dance“ einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des sozialen Miteinanders und zur Förderung junger Menschen geleistet.















