Projekte 2018

Streetsoccer-Cup „Doppelpass zwischen Vielfalt und Gemeinschaft“

   Flyer Streetsoccer-Cup 2018

Nach dem Motto „Teilnehmer werden zu Mitarbeitern“ konnte das Organisationsteam um fünf Jugendliche unterschiedlicher Herkunft aus unserem wöchentlichen Fußballtreff erweitert werden. Sie waren in die Teamtreffen zur Planung und Vorbereitung eingebunden und stammten aus dem ehemaligen „House Welcome“. Durch Werbung in weiteren Flüchtlingseinrichtungen, Jugendhäusern und an Schulen im Stadtgebiet, nahmen insg. 11 jugendliche Mannschaften teil, d.h. 66 TeilnehmerInnen am Streetsoccer-Cup teil.

Das Event startete um 10 Uhr mit einer Eröffnungszeremonie, in welcher die Bedeutung der Gemeinschaft trotz Verschiedenheit verdeutlicht und den Wert der Selbstverpflichtungserklärung gegen Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus unterstrichen wurde. Um 13 Uhr fand der sog. „Promi-Cup“ statt. Neben den Schiedsrichtern bewerteten Fairnessrichter das Spielverhalten. Weitere ehrenamtliche Mitarbeiter sorgten für den erfolgreichen Ablauf des Turniers von der Anmeldung bis zur Küche. Innerhalb verschiedener Spielangebote parallel zum Cup waren Momente der Begegnung und des Austauschs möglich. Gegen 17 Uhr endete der Streetsoccer-Cup mit einer Siegerehrung für alle Mannschaften.


Interkultureller Breakdance Event

Am 31.03.2018 fand zum dritten Mal der mittlerweile auch international bekannte Breakdance-Wettbeweb The Art of Breakin‘ in der Fürther Elan-Halle Statt. Die fast 60 TeilnehmerInnen starteten in den Altersklassen ‚Jugend‘ und ‚Erwachsene‘. Die B-Boys und B-Girls traten in Zweier-Battles gegeneinander ein und ermittelten so den Sieger, der durch die drei Jury-Mitglieder per Handzeichen festgelegt wurde. Der jüngste Teilnehmer war acht Jahre alt! Die TänzerInnen zeigten auf beeindruckende Weise Ihr tänzerisches und akrobatisches Können und begeisterten auch die mitgereisten Angehörigen und Fans.

Für die tolle und für den Tanz natürlich wichtige musikalische Untermalung sorgte der in Szene bekannte DJ Ice-C.


Mein Fahrrad – meine Freiheit

Die Fahrraddemo startete am U-Bahn Ausgang Jakobinenstraße und ging über die Hornschuhpromenade und Nürnbergerstraße bis zur Fürther Stadthalle. Zu Beginn wurden die Fahrräder mit Luftballons geschmückt und Rosen an die Teilnehmerinnen verteilt. Unterwegs wurden ebenfalls Rosen verteilt.
Obwohl die Zahl der Teilnehmerinnen geringer war als erwartet war diese Veranstaltung ein Erfolg, da sehr unterschiedliche Frauen (Altersstruktur, Nationalität) an dieser Fahrraddemo teilgenommen haben. Am Ziel der Veranstaltung fand ein sehr intensiver Austausch untereinander zu frauenspezifischen Themen statt. Die Frauen wären sehr froh, wenn diese Veranstaltung wiederholt werden könnte.

 

Die Zielgruppe wurde über Flyer, Plakate in einschlägigen Einrichtungen, Facebook, Whats up und per Mail-Verteiler über diese Veranstaltung informiert. Die Kooperationspartner unterstützen die Veranstaltung in Form von Werbung und Beratung bei der Durchführung.


Antiziganismus entgegentreten!

Im Jahr 2018 jährten sich die Märzdeportationen der deutschen Sinti und Roma nach Auschwitz zum 75. Mal. Auch in Fürth wurden im März 1943 Sinti und Roma verhaftet und kurze Zeit später in das Vernichtungslager verschleppt. Leider ist das Gedenken an die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma iin Fürth kaum ein Thema. Mit dem Projekt wollten wir dem Gedenken an den Völkermord einen Raum geben. Zusätzlich haben wir einen Workshop mit dem Titel „Antiziganismus entgegentreten“ veranstaltet, der geeignet ist, dem aktuellen Antiziganismus etwas entgegenzusetzen. Schließlich wollten wir durch die Veranstaltungen auch ein vorurteilfreies Wissen über Sinti und Roma weitergeben.

Die Jugendinitiative des bayerischen Landesverband der Deutschen Sinti und Roma hat neben dem Workshop auch noch eine Filmveranstaltung mit Impulsreferat und ein Zeitzeugengespräch in Fürth durchgeführt. Hauptzielgruppe für diese Veranstaltungen sind Multiplikatoren und Jugendliche. Die Zielgruppe wurde insbesondere über den Kooperationspartner, den Flyer und die mediale Berichterstattung in den lokalen Printmedien erreicht. Obwohl weniger Teilnehmende als erwartet kamen, waren es vor allem Jugendliche, die sich für die Veranstaltungen interessiert haben.


Tag des sprechenden Denkmals

Am 12.04.2018 fand ‚An den drei Birken‘ an der Uferpromade in Fürth eine Gedenkveranstaltung für Schulklassen zum Gedenken an Dr. Rudolf Benario und Erst Goldmann statt. Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus hatte SchauspielerInnen des Fürther Stadttheaters eingeladen, die unter der Leitung von Regisseur und Theaterpädagoge Johannes Beissel ein szenisches Spiel aufführten. Die vier Schauspieler/innen Sunna Heutiger, Boris Keil, Tristan Fabian und Jördis Trauer zeichneten in eindrucksvoller Weise das Schicksal der beiden Fürther Juden und Kommunisten nach, die am 12.04.1933 im Konzentrationslager Dachau umgebracht wurden. Als Veranstaltungsort wurde der Platz gewählt, an dem die Benario und Goldmann 1930 als Mitglieder des hiesigen Ruder- und Kanuvereins vier Birken pflanzten. Diese Gedenktafel und auch die Birken wurden in der Vergangenheit immer wieder durch Neonazis beschädigt.
Insgesamt fünf Schulklassen besuchten die kurze, aber sehr eindringliche und berührende Aufführung der Schauspieler/innen.


Tanzen ist interkulturell

Der multikulturelle und multinationale Tanzevent fand am Samstag, den 14.07.2018 der interkulturelle Tanzwettbewerb mit knapp 600 als Tänzer und Tänzerinnen teilnehmenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen statt. Bei keiner anderen Sportart finden sich so viele verschiedenen Nationalitäten zusammen. Selbst die einzelnen Crews waren multinational. Gemeinsames Interesse und Handeln standen im Vordergrund und ermöglichten es den Aktiven und den im Tagesverlauf anwesenden 1200 Besucher und Besucherinnen sich über kulturelle und geografische Grenzen hin zu verbinden.


Anders herum tafeln – mittendrin

Im Zuge des Projektes „anders herum handeln“ im Jahr 2016 ergab sich das Teilprojekt „Anders herum tafeln mittendrin“, das jährlich, also auch 2018, zum 3. Mal fortgesetzt wurde. In der Fußgängerzone in Fürth, Schwabacher Straße, wurden Tische und Bänke aufgestellt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollten Essen für sich und für eine weitere Person mitbringen. Jeder, der vorbei kommt, war eingeladen, sich dazu zu setzen und an der Tafel teilzunehmen. Im letzten wie auch im vorletzten Jahr kamen durch Berichte in der Zeitung und verschiedene Verteiler ca. 30 Menschen, die Essen mitbrachten. Mindestens eben so viele kamen zufällig vorbei und wurden eingeladen. Verschiedenste Bevölkerungsgruppen waren dabei, z.B. Jugendliche und Menschen unterschiedlicher Nationen, Anwohner der Straße, Familien mit Kindern, Touristen. Die Organisatorinnen brachten Tische, Dekoration, Wasser und Gläser mit, kümmertn sich um Werbung und Pressearbeit und betreuen die Gäste. Außerdem wurden Blöcke und Stifte bereitgelegt um Texte zu verfassen, die in geeignetem Rahmen veröffentlicht werden. Die Veranstaltung begannt am 19.08.2018 um 15.00 und ist um 21.00 zu Ende.